Sonntag, 31. August 2014

Royal National Park II

24.08.14 – Wandern an Sydneys schönster Steilküste
Beim Woodstoich Workshop stand eigentlich Wandern im Royal National Park auf dem Programm, was aber durch schlechtes Wetter (heftiger Regen) abgesagt wurde. Am Sonntag nach dem Workshop war jedoch herrliches Wetter, weshalb wir mit Ola und Sean, meinem Kollegen, einen erneuten Anlauf wagten. Wir wurden nicht enttäuscht und mit herrlichen Aussichten belohnt...

Royal National Park II

‘Free’ Walking Tour

23.08.14 – geführte Stadttouren
Eine der Workshopteilnehmerinnen kannten Barbara und ich aus Kiel. Ola (ehem. Arbeitskollegin von Barbara) blieb nach dem Workshop noch ein paar Tage in Sydney und unternahmen am Wochenende noch ein paar ‚freie‘ Stadttouren. Ich hatte noch keine Gelegenheit gehabt diese geführten Touren zu Fuß mitzumachen. Das holte ich nun mit Barbara und Ola nach. Die erste Tour dauerte ca. 3 Stunden und ging durch das Stadtzentrum von Sydney. Unser Tourguide war die Gründerin der Firma ‚Free Sydney Walking Tours‘ und brachte spannende historische Geschichten zum Besten. Am Ende der Tour konnte man einen Betrag spenden, der dem entsprach was man als angebracht hielt. Wir machten einen anderen Tag auch noch eine Tour mit derselben Firma durch ‚The Rocks‘, dem ältesten Teil von Sydney. Auch bei dieser konnte man viele spannende Hintergründe über die Geschichte von Sydney erfahren. Hier noch ein paar Fotos von der Tour durchs City Centre...

Free Sydney Walking Tour

Danach gingen wir noch kurz ins Museum für moderne Kunst...

Woodstoich Workshop

16.-21.08.14 – Woodstock + Stoichiometry = Woodstoich
Fünf Tage im August fand ein spezieller Wissenschafts-Workshop hier in Sydney statt. Der Workshop mit dem Namen ‚Woodstoich‘ (eine Wortkreation aus Woodstock & Stoichiometry [Stöchiometrie]) findet alle 5 Jahre an unterschiedlichen Stellen auf der Welt statt (zuvor in Norwegen und Japan) und wahr nun in seiner 3. Ausführung in Sydney geplant. Da mein derzeitiger Chef einer der Hauptorganisatoren war und Hilfe bei der lokalen Organisation brauchte, befand ich mich irgendwann freiwillig im Organisationskomitee. Der Workshop ist insofern speziell, weil sich die internationalen Wissenschaftler nicht einfach nur treffen, sondern schon einige Monate vorab an bestimmten Projekten arbeiten. Dabei arbeiten 5 Jungwissenschaftler in einer Gruppe an einem spezifischen Projekt und werden von einem erfahreneren Wissenschaftler dabei beraten. Wir hatten 5 Gruppen und ich war der Gruppenleiter einer Gruppe. Das Ziel jeder Gruppe war, vor dem Zusammentreffen in Sydney einen Artikel grob fertigeschrieben zu haben, der dann beim Workshop fertiggestellt wurde und anschließend zu externen Gutachtern geschickt wurde. Mit den näheren ‚Wissenschaftlerdetails‘ will ich hier niemanden langweilen. Am Ende des Workshops sollte jedenfalls ein fertiger Artikel stehen, welcher dann in einer internationalen Fachzeitschrift veröffentlicht werden soll. Nicht viel anderes zählt bei uns Wissenschaftlern (nach dem Motto: „publiziere oder geh unter“). Egal, wir hatten auf jeden Fall auch eine Menge Spaß. Wir batikten T-Shirts und hatten ne Tanzparty. Ich organisierte auch eine ‚Hinter-den-Kulissen-Tour‘ im Taronga-Zoo...

Woodstoich



Der Woostoich-Workshop fand in Nordsydney direkt am Wasser statt (Chowder Bay). Alle 30 Teilnehmer waren in einem Gebäude untergebracht (Land’s Edge) und wir nutzten teilweise die Räume des ‚Sydney institute of marine science‘ (SIMS). Es regnete die meiste Zeit, was natürlich fürs Arbeiten nicht schlecht war. Hier noch ein paar Fotos von den Räumlichkeiten, welche ich mal fürs Organisationskomitee gemacht hatte...

Rooms - Land's Edge & SIMS


Multireligiöser Friedhof

27.07.14 – Rookwood Cemetery


Eine Kollegin von der Uni Sydney empfahl mir einen Besuch des ‘Rookwood Cemetery’ (Friedhof), etwas weiter im Westen der Stadt. Der Friedhof ist in mehrere Religionszugehörigkeiten unterteilt und so riesig, dass die Leute darin mit Autos umherfahren. Wir machten dort eine ‚Fahrradtour‘ und schauten uns unter anderem die historischen Teile des Friedhofs mit alten Gräbern, Gruften und Kapellen an. In den folgenden Fotos kann man einen Eindruck der Vielfältigkeit des Friedhofs bekommen...

Rookwood Cemetery


Samstag, 30. August 2014

Tour nach Brisbane und zurück

Im australischen Winter Anfang Juli (05.-13.07.), machten Barbara und ich eine einwöchige Tour mit einem Mietauto nach Brisbane und wieder zurück nach Sydney. Dabei war die Route das Ziel und nicht unbedingt die Stadt Brisbane. Die meiste Zeit hielten wir uns nahe der Küste, mit seinen idyllischen Küstenortschaften und einer abwechslungsreichen Küstenlandschaft. Ein paar Mal fuhren wir jedoch auch etwas ins Landesinnere in die Gebirgsausläufer. Wir hatten gutes, meist sonniges Wetter (nur in den Nächten wurde es ziemlich kalt) und sahen eine Menge. Leider fehlt mir die Zeit ausführlicher über jeden Tag zu berichten. Trotzdem habe ich eine Menge Fotos hochgeladen, um euch einen Eindruck vom australischen Winter nördlich von Sydney zu übermitteln...

05.07.14 – Nelson Bay
Am ersten Tag starteten wir mit dem Mietauto von Sydney relativ spät und kamen deshalb erst gegen Abend im Küstenort Nelson Bay (etwas nördlich von Newcastle) an. Dort machten wir bei untergehender Sonne einen netten Spaziergang an der Küste entlang...

Nelson Bay


06.07.14 – von Nelson Bay nach Dorrigo
Auf dem Weg von Nelson Bay zu unserer nächsten Unterkunft in Dorrigo fuhren wir durch den ‚Myall Lakes National Park‘. Dort gab es riesige Sanddünen an der Küste (ähnlich wie auf Gran Canaria) auf denen einige Leute auch versuchten zu ‚surfen‘. Vom Strand aus konnte man auch Delphin-Gruppen beobachten...

Nelson Bay nach Dorrigo


07.07.14 – von Dorrigo nach Byron Bay
Wir übernachteten in Dorrigo, einem kleinen Ort in den Bergen im Dorrigo National Park. Am Morgen fuhren wir zum ‚Skywalk‘ nahe Dorrigo. Dabei handelt es sich um eine begehbare Plattform in und über den Baumkronen des Gondwana-Regenwalds, welcher seit gehört 1986 zum UNESCO Weltnaturerbe gehört. Wir machten auch eine kurze Wanderung in den Regenwald wo wir viele Vögel beobachten konnten.



Danach fuhren wir wieder zur Küste, wo wir diverse Ortschaften und Strandabschnitte besuchten, bevor wir nach Byron Bay kamen, wo wir bei Leuten couchsurften...

Dorrigo nach Byron Bay


08.07.14 – von Byron Bay nach Brisbane
Wir standen sehr früh auf, um den Sonnenaufgang beim Leuchtturm von Byron Bay zu erleben, ein Klassiker für alle Touristen. Und tatsächlich waren viele Leute zur frühen Morgenstunde am Leuchtturm. Es herrschte eine wundervolle Atmosphäre. Nach dem Sonnenaufgang machten wir eine kurze Wanderung zu einem Strand, bevor wir weiter Richtung Brisbane aufbrachen. Auf dem Weg machten wir Halt im ‚Springbrook Nationalpark‘, wo wir die ‚Natural Bridge‘ (einem natürlich geformter Felsbogen) besichtigten.

Byron Bay & Springbrook Nationalpark


09.07.14 – Brisbane
In Brisbane kamen wir bei einem Couchsurfing-Host mit Namen Calvin unter. Calvin ist ein älterer Herr und ließ gleich mehrere Leute in seinem Haus übernachten. Er selbst schlief auf der Couch. Mit uns kam auch ein junges Pärchen aus Köln, welches frisch in Australien gelandet war, an. Die beiden starteten von Brisbane aus ihr Work-and-Travel-Erlebnis.
In Brisbane fuhren wir mit einem Wassertaxi quer durch die ganze Stadt (dauerte trotz des Speedboots 1,5 Stunden).



Wir besichtigten die Universität und liefen von dort durch interessante Stadtteile ins Stadtzentrum. Am Abend fuhren wir auf den Berg ‚Mount Coot-Tha’, von dem man einen herrlichen Blick auf Brisbane bei Nacht hatte...

Brisbane


10.07.14 – North Stradbroke Island
Von unserer Unterkunft in Brisbane-Kallangur bei Calvin machten wir uns auf den Weg nach ‚North Stradbroke Island‘, einer großen Sandinsel vor Brisbane. Wir ließen das Auto auf dem Festland und setzten mit der Fähre über und fuhren mit einem Bus nach ‚Point Lookout‘, einem der beliebtesten Orte auf der Insel. Dort hatten wir einen Bungalow bei einem Althippie gemietet. Die Bungalow-Anlage war sehr schön und vor allem bunt eingerichtet. Wir machten einen Spaziergang an der Felsküste entlang und konnten vom Ufer Delphine, Meeresschildkröten und in der Ferne sogar Wale beobachten. Die Küste und die Strände waren traumhaft...

North Stradbroke Island





11.07.14 – Gold Coast und Big Banana
Wir fuhren von North Stradbroke Island zu unserer nächsten Unterkunft in Coffs Harbour. Auf dem Weg kamen wir durch die Stadt Gold Coast, Australiens größte (Strand-)Touristengegend. Wir hielten uns dort nicht lange auf, da wir viele Kilometer an dem Tag zurücklegen mussten. In Coffs Harbour besichtigten wir noch eine der Hauptattraktionen, die ‚Big Banana‘. 1964 erbaut, um auf die Bananenplantagenindustrie aufmerksam zu machen, war es eine der ersten ‚großen Dinge‘ in Australien, welche man über Australien verteilt bestaunen kann.

Gold Coast & Big Banana


12.07.14 – Coffs Harbour, Port Macquarie, Newcastle
Am Morgen wanderten wir auf die Muttonbird-Insel vor dem Hafen von Coffs Harbour. Von der Insel hatte man einen herrlichen Blick auf den Hafen, die Strände und das Hinterland. Im Hinterland war ein Buschbrand im Gange, was das ganze Tal in einen stickigen Dunst hüllte. Danach fuhren wir nach Port Macquarie und besichtigten dort ein Koala-Hospital, in dem Koalas, die durch Autounfälle verletzt wurden oder bei Bränden erblindeten, gepflegt und behandelt werden.



Gleich neben dem Koala-Hospital befand sich noch ein historisches Haus, 'Roto House', welches im Jahr 1980 erbaut wurde. Im Haus konnte man viel von der Familie Flynn erfahren, welche damals das Haus bewohnte und das umliegende Land bewirtschaftete.
Danach fuhren wir nach Newcastle, wo wir bei unserem Couchsurfing-Freund Ludwig übernachteten. Er wohnte in einem riesigen Haus mit mehreren Mitbewohnern. Am Abend machten wir uns noch auf zum Strand...

Coffs Harbour - Port Macquarie - Newcastle


13.07.14 – Chinesischer Garten in Sydney
Am nächsten Morgen nahmen wir Ludwig mit nach Sydney und besichtigten mit ihm den ‘Chinese Garden of Friendship’ im Darling Harbour. Wir machten am Anfang eine kostenlose Führung mit und erfuhren dabei viel von der Symbolik verschiedener Gartenelemente. Im Garten konnte man sich auch historische Kostüme ausleihen, was auch viele Leute in Anspruch nahmen. Wir sparen uns das für den nächsten Besuch auf...

Chinese Garden



Mittwoch, 27. August 2014

Winter-Magie in den Blue Mountains

21.06.14 – Winter Magic Festival in Katoomba
An einem Samstag im tiefsten australischen Winter machte ich mich mit meinem Arbeitskollegen Sean auf den Weg in die Blue Mountains zum ‘Winter Magic Festival’ in Katoomba. Dabei handelt es sich um ein von der Gemeinde veranstaltetes Festival mit unzähligen Ständen, welche an einer der Hauptstraßen aufgebaut waren, und etlichen Bühnen. Zum Auftakt wurde eine Parade abgehalten, bei der sich alle möglichen Vereine und Vereinigungen mit oder ohne Musikbegleitung präsentierten. Das Wetter war selbst für die Blue Mountains warm und sonnig, was wahrscheinlich auch zu einem regelrechten Besucheransturm führte. Viele Leute waren in Kostümen unterwegs und es gab hier und das Aufführungen von Straßenkünstlern. Im Folgenden ein paar Fotos und Videos von der stimmungsvollen Wintermagie...

Winter Magic Festival - Katoomba





Neues Uni-Gebäude & Biennale

08.06.14 – Charles Perkins Centre
Unser ehemaliger Couchsurfing-Gast Ludwig kam uns mal wieder in Sydney besuchen und ich zeigte ihm das neue Uni-Gebäude in dem ich seit Mitte Mai meinen Schreibtisch habe. Das millionenschwere neue Gebäude trägt den Namen ‚Charles Perkins Centre‘ und ist ein Wissenschaftszentrum zur Erforschung von Problemlösungen bzgl. Übergewicht, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen. Einer meiner Arbeitsgruppenleiter ist der akademische Direktor des Instituts, was wahrscheinlich auch der Grund ist, warum ich dort mit all den Ernährungswissenschaftlern, Medizinern und Molekularbiologen untergebracht bin. Das 6-stöckige Gebäude ist hypermodern und nach den neusten Grundsätzen des ‚Open-Office‘ konzipiert, d.h. die meisten Wände sind aus Glas und die einzelnen Etagen sind offen gestaltet. Ich sitze (wie schon in meinem vorherigen Büro) in einem offenen Großraumbüro in der 4. Etage. Mein Nachbar kommt ursprünglich aus Argentinien und war über den Ausgang des Finalspiels der Fußball-WM wenig begeistert (er konnte eine Woche nicht mit mir reden, kein Witz!). Ansonsten ist das Arbeiten im neuen Gebäude echt angenehm... es gibt umsonst Kaffee, die Tassen werden vom Personal saubergemacht, selbst im Labor muss man die Gerätschaften (Glasware) nicht selber säubern. Was für ein Luxus! Die Wissenschaftler können sich somit voll und ganz auf ihre Forschung konzentrieren (obwohl mal Erlenmeyerkolben spülen auch das Gehirn auslüften würde). In den folgenden Fotos könnt ihr einen Eindruck vom Charles Perkins Centre (CPC) bekommen...

Charles Perkins Centre


Biennale in der Art Gallery NSW
Nach der Besichtigung meines Arbeitsplatzes begaben wir uns ins Museum, um dort Kunst der 19. Biennale von Sydney anzuschauen. Die Biennale von Sydney ist Australiens größtes Festival für moderne, visuelle Kunst und findet alle zwei Jahre in verschiedenen Lokalitäten von Sydney statt. Die Art Gallery von New South Wales ist eine der Hauptausstellungsorte und Teil der Biennale seit 1976. Das Motto der 19. Biennale lautete "You Imagine What You Desire" (Du stellst dir vor, was du begehrst). Die erste Hälfte der Fotos im folgenden Fotoalbum zeigt Kunstwerke von der Biennale, die zweite Hälfte zeigt eher klassische Kunstwerke aus der Dauerausstellung der Art Gallery...

Art Gallery - Biennale


Montag, 25. August 2014

Festival of Light, Music & Ideas

24.05. & 01.06.14 – VIVId
In Australien gibt es zwei große Städte die um den Titel ‚der Stadt mit dem besten Kulturangebot‘ wetteifern: Sydney und Melbourne. Man liest und hört oft, dass Melbourne diesen Titel innehat, obwohl Sydney versucht dies zu verändern. Über das Jahr finden hunderte Festivals in Sydney statt und unzählige Künstler werden eingeladen, nicht zu vergessen die vielen permanenten Theater und natürlich die berühmte Oper.
Ende Mai wurde in Sydney das Festival of Light, Music & Ideas (VIVId) abgehalten. Über 2 Wochenenden und die Wochentage dazwischen wurden Bauwerke angestrahlt, Lichtshows (untermalt mit Musik) auf Gebäude projiziert und interaktive Lichtinstallationen ausgestellt. Auf dem Hafen fahren beleuchtete Boote und Fähren umher und die Harbour Bridge und das Opernhaus wurden auch beleuchtet. Wir waren 2mal dort, einmal mit Chin aus Taiwan, die wir als Couchsurferin aufgenommen hatten. In den folgenden Fotos und Videos könnt ihr einen Eindruck davon bekommen...

Vivid





Ballett in der Oper

15.05.14 – Ballett in der Sydney Oper - ‚Chroma‘
Eins unserer Abschiedsgeschenke war ein Gutschein für die Oper in Sydney. Wir haben diesen nun für ein Ballett-Stück eingelöst (Vielen Dank nochmal an Ina & Jörg!). Es handelte sich um ein modernes Ballettstück namens ‚Chroma‘ und wir buchten etwas preiswertere Plätze am Rand (von denen man leider nicht die ganze Bühne einsehen konnte) mit ca. 60 EUR pro Ticket. Man konnte auch locker über 200 EUR pro Ticket für die besseren Plätze zahlen. Das Stück bestand aus mehreren, verschiedenartigen Ballettaufführungen (ca. 6) die technisch sehr gut gelungen waren. Manche Stücke waren sehr ernst, andere humorvoll, und einige konnten mich in ihren Bann ziehen.



Durch das Ballett hatten wir nun auch die Gelegenheit einen der Opernsäle zu sehen und uns etwas im Inneren der Oper umzuschauen, wofür man sonst extra zahlen müsste. Der Saal war schon beeindruckend. Der Rest jedoch... sagen wir mal die Stärke der Oper liegt in ihrer äußeren Erscheinung. Nun ja, zumindest konnte ich noch ein paar Fotos vom Saal (nicht vom Stück) schießen, bevor mich das Personal freundlich darauf hinwies, dass man keine Fotos vom Saal machen darf...
Sydney bei Nacht & Oper

Star Wars Burlesque

10.05.14 – Australische Burlesque - ‘The Empire strips back’
Ein Teil der ‚typisch‘ australischen Kultur auf den ich hier gern hinweisen möchte ist die ‚New Burlesque‘. Dabei handelt es sich um eine Art erotisches Tanztheater, bei dem nicht nur Frauen auf der Bühne in humorvoller Art und Weise zu bestimmten Themen strippen. Man kann sich das wie eine Art Musical vorstellen, bei dem zum Teil auch das Publikum einbezogen wird.


Wir gingen zu einer Burlesque mit dem Thema ‚Star Wars: The Empire strips back‘ im Enmore theatre in Newtown. Als alter Star Wars Fan konnte ich mir das ja nicht entgehen lassen. Einige Fans kamen auch in Uniform...


Ich möchte hier noch betonen, dass das Publikum gerade nicht ausschließlich aus Männern gesteht. Im Gegenteil, mindestens die Hälfte der Zuschauer waren Frauen und die Stimmung im Saal, angeheizt durch einen urkomischen Moderator, war phänomenal. Ich war am Anfang etwas verdutzt als die Frau neben mir wie wild anfing zu jubeln und zu kreischen. Später erklärte der Moderator dann, dass man bei einer Burlesque lauthals jubelt, wenn die Damen ihre Kleidungsstücke fallen lassen. Zum Glück versagter der Dame neben mir bald die Stimme und ich konnte mich dann mit meinen Jubelschreien ‚rächen‘. Während der Show gab es auch einen kleinen Wookiee-Brüll-Kontest im Publikum [wer den Wookiee-Schrei nicht kennt, dem ist das hier alles wahrscheinlich völlig egal]. Der folgende Trailer kann nicht im Mindesten die Stimmung während der Show wiedergeben, jedoch vermittelt er etwas von dem Inhalt der Star Wars Burlesque...

Sonntag, 3. August 2014

Royal National Park

08.05.14 – Coastal walk bei Bundeena
Wir holten eine Wandertour nach, welche wir vier Wochen zuvor wegen schlechtem Wetter nicht durchgeführt hatten, obwohl das Wetter auch nicht unbedingt super war. Nach einer einstündigen Zugfahrt Richtung Süden gelangten wir nach Cronulla, von wo aus wir mit der Fähre nach Bundeena übersetzten. Bundeena ist ein kleiner Ort im ‚Royal National Park‘ von wo aus wir den ‚Coast walk/track‘ Richtung Süden antraten. Auf dem Weg zum Jibbon Head (siehe Karte) passierten wir den fast menschenleeren Jibbon Beach.


Beim Jibbon Head konnten wir eine (ehemalige) heilige Stätte der Aborigines besichtigen, bei der es sich um eine Ansammlung in Sandstein gehauener Gravuren von Fischen, Menschen und anderer Lebewesen handelt. Kurz nach Verlassen des Jibbon Head, führte der Pfad mehr ins Innere durch eine Art Heidelandschaft (Heathland) mit dichtem Gebüsch. Dort wimmelte es nur so von verschiedenen Arten an Vögeln, sodass es eine auch eine nette Geräuschkulisse ergab. Später führte der Pfad wieder zur Küste, genauer gesagt zu einer spektakulären Steilküste, welche man vom ‚Bundeena Lookout‘ betrachten konnte. Doch macht euch selbst ein Bild davon in den folgenden Fotos...

Bundeena & Royal National Park



Fahrradtour in Manly


02.05.14 – Anfang Mai war das Wetter noch sommerlich warm, weshalb wir eine Fahrradtour auf einer Halbinsel von Manly in Nord-Sydney machten. Manly ist bei Touristen sehr beliebt, da es vom Circular Quay leicht mit der Fähre zu erreichen ist. Dort befinden sich nette Strände und das Manly Sealife Sanctuary, welches wir schon ein anderes Mal besucht hatten. Vom Sealife Sanctuary startet auch der ‚Manly Scenic Walkway‘, einer unserer bisher schönsten Küstenwanderungserlebnisse. Wir konnten unsere Fahrräder mit der Fähre hinüber nach Manly nehmen und erkundeten diesmal den ‚North Head‘, die Halbinsel die direkt an den Pazifischen Ozean angrenzt. Die Halbinsel gehört teilweise zum ‚Sydney Harbour National Park‘, einem Nationalpark, zu dem verschiedene Areale rund um den Hafen von Sydney gehören. Der North Head sticht im Besonderen durch seine beeindruckende Steilküste hervor, welche jedes Schiff passiert, welches in den Hafen von Sydney einlaufen möchte. Es gab aber noch andere nette Sachen zu bestaunen. Details findet ihr in den folgenden Fotos...

Fahrradtour Manly


Ironfest - das Festival der besonderen Art

26.04.14 – Barbara trat am verlängerten Wochenende um den ‚ANZAC day‘ (Nationalfeiertag im Gedenken der ersten Militäraktion von australischen und neuseeländischen Truppen im 1. Weltkrieg) mit ihrer Bauchtanzgruppe bei einem Festival in den Blue Mountains auf. Barbaras Freunde hatten eine Hütte im Ort Blackheath für das Wochenende gemietet, was ca. 30 Autominuten vom Festivalort Lithgow entfernt lag. Beim Festival mit dem Namen ‚Ironfest‘ (zu deutsch ‚Eisenfest‘), handelt es sich um eine Art Mittelalterspektakel kombiniert mit Fan-Convention, Steam Punk Style und ‚Reenactments‘ (dt. Schlachtnachstellungen). Nebenbei geht es natürlich viel um ‚Eisen‘, d.h. Schmiede zeigten live ihre Arbeit und man konnte auch Dampfmaschinen auf dem Gelände fahren sehen. In diesem Jahr hatten sie das Thema ‚Life on Mars‘, wodurch etliche Roboter herumfuhren und auch Leute in Alien- und Astronauten-kostümen rumrannten. Ich habe noch nie zuvor ein solch diverses Festival gesehen und war schwer beeindruckt. Es gab viele Vorführungen, u.a. Ritterturniere, Greifvogelflugshow, Kostümshows, Militärgerätedemonstrationen, Folterkunstvorführungen, Schwertkunstgefechte, und etliche Schlachtnachstellungen von napoleonischen Kriegen bis zum 1. Weltkrieg. Und das waren nur die Sachen, die ich mir an einem einzelnen Tag anschauen konnte. Barbara zeigte mit ihrer Bauchtanzgruppe mehrere Stücke im Tanzzelt, die sehr gut ankamen. Die Mädels waren einfach klasse.

Ironfest in Lithgow









Montag, 5. Mai 2014

Ostern & Blue Mountains

19.04.14 – Prinz Henry Cliff Walk
Am Osterwochenende war für diese Jahreszeit fantastisches Wetter vorhergesagt, weshalb wir am Samstag einen Ausflug in die Blue Mountains machten. Wir fuhren mit dem Zug 2 Stunden lang nach Leura, einem Ort vor dem beliebten Touristenort Katoomba (von welchem ich bei der letzten Tour startete). Von Leura aus wanderten wir den ‚Prinz Henry Cliff Walk‘ ca. 7 km entlang bis nach Katoomba. Wie schon der Name des Wanderwegs andeutet, führt dieser am Kliff des Bergplateaus entlang. Vom Kliff hatte man oft atemberaubende Ausblicke auf die Landschaft. Doch überzeugt euch selbst anhand der Fotos...

Fotos Blue Mountains




20.04.14 – ‚Ostern and the City‘
Nach einem netten Frühstück machten wir am Ostersonntag eine Fahrradtour ins Zentrum von Sydney. Wir fuhren an die ‚Walsh Bay‘, an dessen Stegen etliche Angler ihr Glück versuchten. Die vielen Angler waren schon verwunderlich, wenn man bedenkt, dass vom Verzehr gefangener Fische westlich der Harbour Bridge ausdrücklich (durch viele Schilder) abgeraten wird. Fische im Sydney Harbour können nämlich stark mit Dioxinen belastet sein. Besonders beliebt scheinen auch Hochzeiten unter freiem Himmel mit dem Opernhaus im Hintergrund zu sein. Wir sahen die Vorbereitungen zu einer solchen in der Nähe der Oper.

Ostersonntag - Sydney Zentrum

Sonntag, 20. April 2014

Küstenwanderung im Regen

13.04.14 – Cronulla
Ludwig aus Newcastle kam uns am Wochenende besuchen und wir wollten im Royal National Park, südlich von Sydney wandern gehen. Wir fuhren mit dem Zug nach Cronulla, von wo aus eine Fähre zum Royal National Park übersetzt. Da das Wetter jedoch sehr stark mit Regenschauern durchwachsen war, entschieden wir uns gegen eine Fährüberfahrt zum Nationalpark. Stattdessen machten wir, nachdem sich Ludwig einen Regenponcho für $1 gekauft hatte, einen Spaziergang an der Küste von Cronulla entlang. Barbara und ich waren ja mit unseren (Norwegen-)Regenjacken relativ gut für den Nieselregen gewappnet. Es war auch recht windig, was anscheinend zu sehr guten Surfbedingungen führte. Wir beobachteten eine Weile das Wellenreiten etlicher Surfer...



Und nicht nur die Surfer nutzten die Wellen. Auch einige Leute mit Speedbooten ‚sprangen‘ mit diesen etliche Meter durch die Luft. Der Küstenabschnitt um Cronulla hatte neben Stränden und Felsuferabschnitten auch etliche Prunkbauten und einen Park zu bieten. Am Nachmittag ließ der Regen nach und es klarte, so dass wir gegen Ende des Tages sogar noch ein Sonnenbad am Strand genießen konnten.

Fotos von Cronulla

Kunst in Bondi

11.04.14 – Wir machten einen kurzen Ausflug nach Bondi, dem Vorort mit Sydneys bekanntesten Strand, Bondi Beach. Wir waren aber nicht wegen dem Strand dort, sondern wollten uns etwas Kunst anschauen. Zuerst besuchten wir die ‚Coo-ee Aboriginal Art Gallery’, in der größtenteils Gemälde aber auch einige Skulpturen von Aborigines-Künstlern ausgestellt und zum Verkauf angeboten wurden.
Danach wollten wir die ‚Bondi Pavilion Gallery‘, in einem historischen Mehrzweckgebäude, direkt am Strand, besuchen. Diese war jedoch geschlossen. Alternativ konnten wir jedoch etliche, sehr gelungene Graffitis an der ‚Bondi Wall‘ am Strand anschauen. An dieser Graffiti-Wand ist es Künstlern nach Anmeldung erlaubt hochwertige Graffitis zu sprühen.
Im folgenden Fotoalbum könnt ihr euch selbst ein Bild von der Kunst in Bondi machen...

Fotos von Kunst in Bondi

Wandern im Heathcote National Park

30.03.14 – An diesem Sonntag machten wir einen Wanderausflug in den Heathcote National Park. Der ‚Waterfall-Heathcote-walk‘ führte 11 km von der Waterfall-Bahnstation zur Bahnstation in der Ortschaft Heathcote. Der Weg führte größtenteils über Berge und Täler natürlichen Waldes, vorbei an etlichen Bächen und Teichen. Teilweise war der Weg ziemlich zugewuchert und es war schwer den weiteren Verlauf auszumachen. Aber glücklicherweise haben wir uns nur einmal verlaufen. Ich könnte hier versuchen, all die Eindrücke verbal zu beschreiben, aber ich denke, dass die folgenden Fotos einen guten Einblick in den Heathcote National Park geben können...

Fotos vom Heathcote National Park

Newcastle und Umgebung

20.03.14 – Newcastle & Wetlands Centre
Newcastle ist eine mittelgroße Küstenstadt ca. 150 km nördlich von Sydney. Wir fuhren früh morgens mit dem Zug nach Newcastle, welcher sich durch Berglandschaften und fjordähnliche Gebiete schlängelte. Die Zugfahrt erinnerte mich ein wenig an Norwegen, nur mit einem mehr ‚subtropischen‘ Touch. In Newcastle angekommen, besichtigten wir als erstes das Hunter Wetlands Centre, einem parkähnlichen Gelände mit vielen Teichen und Feuchtgebieten. Neben Echsen in den Terrarien des Hauptgebäudes, konnte man viele Vogelarten im Park beobachten.
Danach machten wir uns auf ins Zentrum von Newcastle, welches an der Küste liegt. Newcastle hat einen wichtigen Güterhafen und ist ein wichtiger Standort für Kohleabbau und Stahlproduktion. Vom Zentrum Newcastles ist es nicht weit zu den sehr schönen Stränden, einer Burganlage und einem historischen Ozeanbad. Wir machten einen Spaziergang an den Stränden und der Küste entlang. Da der Schließfachservice am Bahnhof nur bis 16 Uhr geöffnet war, musste ich unser Gepäck (auch zur Übernachtung) die ganze Zeit mit herumschleppen, was dann teilweise so aussah...


Wir tranken noch etwas im deutschen Restaurant ‚Oma’s Kitchen‘, bevor wir uns auf den Weg zu Ludwig’s Wohnung machten. Ludwig hatte bei uns in Sydney als Couchsurfer übernachtet und nun konnten wir bei ihm übernachten. Er studiert ein Semester an der Uni von Newcastle und kommt von Leipzig.
Mehr Informationen über unsere Tour durchs Wetlands Centre und Newcastle Zentrum gibt es in folgendem Fotoalbum...
Wetlands Centre - Newcastle


21.03.14 – Hunter Valley Gardens & Kooragang Wetlands
Am nächsten Morgen liehen wir uns ein Auto bei Europcar aus und fuhren zum Hunter Valley Gardens, einer beliebten Gartenanlage ca. 60 km landeinwärts von Newcastle. Auf dem Weg dorthin fuhren wir größtenteils durch stark urbanisierte Industriegebiete. Aber kurz vor dem Garten begann das nette Weingebiet der Region. Beim Hunter Valley Gardens handelt es sich um eine große Parkanlage mit 10 thematisch unterschiedlichen Gartenanlagen, welche zum Teil recht kitschig sein konnten. Der ‚Storybook Garden‘ ist etwas für kleine und große Märchenliebhaber. In diesem Garten waren viele Märchen dargestellt und teilweise auch mit Musik untermalt.



Auf dem Rückweg nach Newcastle stoppten wir noch zufällig in einem Schutzgebiet, welches der Wiederherstellung eines natürlichen Feuchtgebiets diente. Das ‚Kooragang Wetlands‘ gehört zum ‚Hunter Wetlands National Park‘ und ist ein Projekt zur Rehabilitation der Natur einer Insel (Ash Island), welche durch den Kohleabbau und die starke Verschmutzung von Fabriken zum größten Teil zerstört wurde. Die Initiative für dieses Rehabilitationsprojekt ging unter anderem von hier lebenden Menschen aus, welche die zunehmende Zerstörung der Umwelt durch die Industrie nicht länger tolerieren wollten.
Mehr Informationen zum Hunter Valley Gardens und Kooragang Wetlands gibt es im folgenden Fotoalbum...

Hunter Valley Gardens & Kooragang Wetlands

Freitag, 18. April 2014

St Patrick’s Day & Bauchtanzshow

16.03.14 – Zum St Patrick’s Day (dem Feiertag der katholischen Iren) fand eine St Patrick’s Day Parade in Sydney statt. Vor der Parade war das Wetter noch warm und sonnig. Doch 30 Minuten nach dem Start der Parade ergoss sich ein Gewitterschauer über den Köpfen der Zuschauer. Wir konnten uns unterstellen, aber die Paradeteilnehmer sahen auch nicht mehr so fröhlich aus. Im folgenden Album könnt ihr ein paar Fotos und zwei kurze Videos von der Parade sehen...

Fotos St Patricks Day Parade






Am Abend waren wir noch zur Bauchtanzshow ‘Dark Side of the Crown’ von Bellydance Evolution. Diese Bauchtanzshow ist qualitativ hochwertig und tourt durch die Welt. Das besondere ist, dass auch viele lokale Personen beim Stück mitwirken. Die ‚Hauptcrew‘ besteht nur aus ca. 7 Tänzerinnen. Da man bei der Aufführung keine Fotos machen konnte und nicht filmen durfte, gibt es an dieser Stelle nur den Trailer...

Ganesh versus the Third Reich


13.03.14 – An dieser Stelle möchte ich ein Theaterstück erwähnen, welches uns sehr gefallen hat. Im Carriage Works schauten wir uns ‚Ganesh Versus the Third Reich’ vom Back to Back Theatre an. Das preisgekrönte Stück, in welchem behinderte und nicht behinderte Darsteller auftreten, tourte weltweit, unter anderem auch in Deutschland. Das Stück war größtenteils in Englisch, aber manchmal sprachen die Darsteller auch deutsch (mit englischen Untertiteln, versteht sich). Ich kopiere hier einfach mal die deutsche Beschreibung vom HAU-Theater in Berlin:
„Zu Beginn macht sich die elefantenköpfige Gottheit Ganesha auf nach Nazideutschland, um die Swastika, ein altes hinduistisches Symbol, zurückzuholen. Während der furchtlose Held in sein Abenteuer reist, entspinnt sich eine zweite Geschichte: Die Schauspieler selbst beginnen, sich über die wichtige Verantwortung des Geschichtenerzählens Gedanken zu machen und hinterfragen die Moral kultureller Aneignung. Konzipiert hat diese bizarre Geschichte die australische Theatergruppe Back to Back Theatre, die sich 1987 in Geelong gründete. Als Menschen mit Behinderung hätten die Schauspieler das Naziregime vermutlich nicht überlebt. Raffiniert mit dem Plot verwoben ist die Geschichte eines jungen Mannes, der ein Stück über Ganesha machen möchte, den Gott, der als Überwinder von Hindernissen gilt. Er muss stellvertretend für jedermann die Kraft finden, um die Probleme in seinem eigenen Leben zu überwinden und sein Stück sowie seine Protagonisten gegen einen tyrannischen Kollegen zu verteidigen. Die Schauspieler, die in Teilen des Stücks Deutsch sprechen und integraler Bestandteil des Entstehungsprozesses waren, machen Witze über die Nazis und diskutieren über die Rollenverteilung im Stück: „Du spielst Hitler. Ich will ein Jude sein.“ Ganesh Versus the Third Reich ist ein bewegendes, herzerfrischendes, entwaffnendes Stück voller Verletzlichkeit und doppelbödiger Transparenz. Es ist das Making-of eines Holocaust-Märchens und ein Panoptikum aufwühlender Fragen über die Macht. Ganesh Versus the Third Reich entsteht direkt vor unseren Augen und verselbstständigt sich. Es erforscht unsere Komplizenschaft bei der Erschaffung und Zerstörung der Welt, die Möglichkeiten des Menschen und seine Hoffnung.“




Blue Mountains - Katoomba

09.03.14 – Am Sonntag fuhren Ludwig und ich mit dem Zug in die Blue Mountains, dem Gebirge ca. 100 km westlich von Sydney Zentrum gelegen. Barbara hatte schon etwas anderes vor und konnte uns deshalb nicht begleiten. Nach zweistündiger Zugfahrt kamen Ludwig und ich im Blue Mountains-Ort Katoomba an. Nach einem 30-minütigen Spaziergang durch den idyllischen Ort mit niedlichen Läden und Vorgärten kamen wir zum ‚Scenic World‘, dem Startpunkt für Wanderungen und Seilbahnen in den Blue Mountains National Park. Wir machten den Scenic World to Three Sisters Loop via Furber Steps, d.h. wir wanderten vom Scenic World in ein Tal und nach ein paar Kilometern bei der Felsenformation Three Sisters ca. 900 Stufen wieder hinauf zum Plateau. Wir hatten traumhaftes Wetter (Sonnenschein bei ca. 20-25°C) und die Aussichten waren phänomenal. Aber was rede (schreibe) ich hier noch weiter, schaut euch einfach die Fotos an...

Blue Mountains - Katoomba


Zeitgenössische Kunst

06.03.14 – Museum of Contemporary Art
Wir machten einen kurzen Abstecher zum Museum of Contemporary Art Australia (dem australischen Museum für zeitgenössische Kunst). Mehr Informationen gibt es im folgenden Fotoalbum...

Museum of Contemporary Art




08.03.14 – White Rabbit Gallery & Carriage Works
Am Wochenende hatten wir Besuch vom Couchsurfer Ludwig, einem Deutschen der in Newcastle (Stadt ca. 160 km nördlich von Sydney) studiert und sich mit uns etwas in Sydney anschauen wollte. Wir gingen zur White Rabbit Gallery (dem chinesischen Museum für zeitgenössische Kunst), welche eine neue Ausstellung zum Thema ‚Reformation‘ zeigte. Die Exponate waren noch beeindruckender als beim letzten Besuch im Januar.
Danach zeigten wir Ludwig noch das Carriage Works, einen Veranstaltungsort für Aufführungen moderner Kunst. Barbara hatte dort schon öfter ehrenamtlich bei Aufführungen geholfen. Weitere Informationen zum White Rabbit und Carriage Works im folgenden Fotoalbum...

White Rabbit & Carriage Works







Mittwoch, 5. März 2014

Im Tal der Blutsauger

02.03.14 – Aufgrund der bisherigen Fotos im Blog könnte der Gedanke aufkommen, dass hier in Sydney immer die Sonne scheint. Das liegt aber daran, dass wir eher gut-Wetter-Touristen sind. Die Wahrheit sieht aber anders aus. Es regnet häufig und manchmal auch tagelang. Laut Statistik kommt über das Jahr in Sydney im Mittel mehr als die doppelte Menge an Niederschlag wie in Berlin herunter. Und irgendwann muss das ja auch mal passieren. Es regnete von Donnerstag bis Samstag mehr oder weniger stark durch. Am Sonntag sagte ein Wetterbericht eine Niederschlagswahrscheinlichkeit von nur 20-30% voraus, weshalb wir uns an eine Wandertour wagten. Wir fuhren mit dem Zug eine Stunde in den Norden und wollten dort den 10 km langen Mount Kuring-Gai track zur Berowra Bahnstation angehen.
Zu Beginn unserer Wandertour regnete es noch nicht und der Pfad schien ganz nett zu sein. Man hatte das Gefühl in einem Regenwald zu sein, überall die lauten und exotischen Geräusche von unbekannten und nicht zu entdeckenden Insekten und Vögeln. Plötzlich schrie Barbara vor Schreck auf, da sie ein Tier an ihrer Hüfte entdeckte, welches sich nicht so schnell entfernen ließ. Als es dann plötzlich auf dem noch betonierten Weg lag, sahen wir, dass es sich um einen Blutegel handelte. Dieser hatte auch sich auch schon etwas an Barbara gelabt, wie eine kleine blutende Stelle erkennen ließ. Wir konnten uns bis dahin noch nicht erklären, wie dieser Egel an Barbaras Hüfte gekommen war und setzten unsere Tour fort.
Es fing an zu tröpfeln und der Weg wurde nun auch zu einem anspruchsvollen Wanderpfad. Plötzlich entdeckten wir etliche Egel an Barbaras langer Jeans und an unseren Schuhen. Sie ließen sich auch nicht so einfach entfernen, da sie sich recht gut mit ihren Saugnäpfen festhalten konnten. Diese landlebenden Egel saugten sich beim Vorbeigehen an den Schuhen fest und bewegten sich recht flink an unseren Beinen hinauf. Wir gingen zunächst weiter, doch je mehr wir uns einem parallel zum Pfad verlaufenden Bach näherten, umso mehr wurden wir von den blutrünstigen Saugern attackiert. Außerdem wurde der Regen stärker, was sich vermutlich noch begünstigend auf das Erscheinen der Egel ausgewirkt haben könnte. Deshalb beschlossen wir umzukehren. Wir rannten quasi den Pfad zurück und trotzdem mussten wir etliche Male anhalten, um die Egel an den Hosenbeinen und den Schuhen zu entfernen.

http://www.treknature.com/gallery/Oceania/Australia/photo11325.htm

Wieder in der ‚Zivilisation‘ angekommen, suchten wir eine Toilette in einem nahegelegen Shoppingcenter auf. Dort kontrollierten wir unsere Hosen und Schuhe nach den Blutsaugern und ich tauschte mein völlig durchweichtes T-Shirt mit einem noch trockenen Pullover. Wir fanden noch etliche Egel, welche ich in die Toilette schmiss, um sie später weiter weg zu spülen. Es dauerte nicht eine Minute, da befand sich der erste Egel schon auf der Klobrille und bewegte sich suchend wie ein Tentakel. Es war wie in einem Horrorfilm: ‚Killeregel greifen an‘. Ich war echt von der Bewegungsgeschwindigkeit dieser landlebenden Egel überrascht. Landlebende Egel soll es wohl nur in Australien und in Asien geben. Diese Egel werden hier ‚Australian bush leech‘ oder ‚Australian land leech‘ genannt und werden von Wanderern gehasst. Zum Abschluss noch ein paar Fotos von unserer abgebrochenen Wandertour.

Fotos Mount Kuring-Gai track

Montag, 3. März 2014

Couchsurfing & Darling Harbour-Feuerwerk

22.02.14 – Über das Wochenende hatten wir einen ‚Couchsurfer‘ bei uns. ‚Couchsurfing‘ ist ein Gastfreundschaftsnetzwerk über das man bei Leuten (meist bis zu 3 Nächte) kostenlos übernachten kann oder Übernachtungsplätze anbieten kann. Ein Dennis aus Baden-Würtemberg blieb 3 Nächte bei uns und hatte sich viel vorgenommen, da er nur 3 Tage in Sydney war, bevor er weiter nach Neuseeland reiste.


Am Samstagabend gingen wir mit ihm zum Darling Harbour, um dort das samstäglich stattfindende Feuerwerk anzuschauen. Es waren sehr viele Leute am Darling Harbour, welche auf das Feuerwerk warteten, sich in den vielen Bars und Restaurants aufhielten, oder die Aufführungen der Straßenkünstler bestaunten.


Halbinsel - Barrenjoey Headland

20.02.14 – Wir machten einen Ausflug zu einer im wahrsten Sinne des Wortes hammermäßigen Halbinsel ca. 50 km nördlich von Sydney. Nach einer 2-stündigen Busfahrt erreichten wir die Ortschaft Palm Beach. Von dort führt ein schmaler Dünenstreifen (auch Tombolo genannt) zum ‚Barrenjoey Headland‘, dem felsigen Ende der Halbinsel auf dem sich ein Leuchtturm befindet. Auf einer Seite des Dünenstreifens erstreckt sich der dem Pazifik zugewandte Strand ‚Palm Beach‘ und auf der anderen Seite befindet sich die geschützte Pittwater-Bucht.



Wir liefen entlang der Strände zum Barrenjoey Head und dann den ‚Smugglers Track‘ (dt. den Weg der Schmuggler) hinauf zum Leuchtturm. Auf dem Barrenjoey Headland musste es vor ein paar Jahren ein Buschfeuer gegeben haben, da wir viele verkohlte Bäume sahen. Auf dem Plateau hatte sich auch der Unterwuchs noch nicht wieder erholt. Der Leuchtturm und seine angrenzenden Gebäude waren wegen Restaurierungsarbeiten leider geschlossen. Wir gingen zu einem Kliff, von dem man einen herrlichen Blick auf den Pazifischen Ozean und Palm Beach hatte. Mehr Informationen dazu gibt es im folgenden Fotoalbum.

Fotos Barrenjoey Headland