Freitag, 18. April 2014

St Patrick’s Day & Bauchtanzshow

16.03.14 – Zum St Patrick’s Day (dem Feiertag der katholischen Iren) fand eine St Patrick’s Day Parade in Sydney statt. Vor der Parade war das Wetter noch warm und sonnig. Doch 30 Minuten nach dem Start der Parade ergoss sich ein Gewitterschauer über den Köpfen der Zuschauer. Wir konnten uns unterstellen, aber die Paradeteilnehmer sahen auch nicht mehr so fröhlich aus. Im folgenden Album könnt ihr ein paar Fotos und zwei kurze Videos von der Parade sehen...

Fotos St Patricks Day Parade






Am Abend waren wir noch zur Bauchtanzshow ‘Dark Side of the Crown’ von Bellydance Evolution. Diese Bauchtanzshow ist qualitativ hochwertig und tourt durch die Welt. Das besondere ist, dass auch viele lokale Personen beim Stück mitwirken. Die ‚Hauptcrew‘ besteht nur aus ca. 7 Tänzerinnen. Da man bei der Aufführung keine Fotos machen konnte und nicht filmen durfte, gibt es an dieser Stelle nur den Trailer...

Ganesh versus the Third Reich


13.03.14 – An dieser Stelle möchte ich ein Theaterstück erwähnen, welches uns sehr gefallen hat. Im Carriage Works schauten wir uns ‚Ganesh Versus the Third Reich’ vom Back to Back Theatre an. Das preisgekrönte Stück, in welchem behinderte und nicht behinderte Darsteller auftreten, tourte weltweit, unter anderem auch in Deutschland. Das Stück war größtenteils in Englisch, aber manchmal sprachen die Darsteller auch deutsch (mit englischen Untertiteln, versteht sich). Ich kopiere hier einfach mal die deutsche Beschreibung vom HAU-Theater in Berlin:
„Zu Beginn macht sich die elefantenköpfige Gottheit Ganesha auf nach Nazideutschland, um die Swastika, ein altes hinduistisches Symbol, zurückzuholen. Während der furchtlose Held in sein Abenteuer reist, entspinnt sich eine zweite Geschichte: Die Schauspieler selbst beginnen, sich über die wichtige Verantwortung des Geschichtenerzählens Gedanken zu machen und hinterfragen die Moral kultureller Aneignung. Konzipiert hat diese bizarre Geschichte die australische Theatergruppe Back to Back Theatre, die sich 1987 in Geelong gründete. Als Menschen mit Behinderung hätten die Schauspieler das Naziregime vermutlich nicht überlebt. Raffiniert mit dem Plot verwoben ist die Geschichte eines jungen Mannes, der ein Stück über Ganesha machen möchte, den Gott, der als Überwinder von Hindernissen gilt. Er muss stellvertretend für jedermann die Kraft finden, um die Probleme in seinem eigenen Leben zu überwinden und sein Stück sowie seine Protagonisten gegen einen tyrannischen Kollegen zu verteidigen. Die Schauspieler, die in Teilen des Stücks Deutsch sprechen und integraler Bestandteil des Entstehungsprozesses waren, machen Witze über die Nazis und diskutieren über die Rollenverteilung im Stück: „Du spielst Hitler. Ich will ein Jude sein.“ Ganesh Versus the Third Reich ist ein bewegendes, herzerfrischendes, entwaffnendes Stück voller Verletzlichkeit und doppelbödiger Transparenz. Es ist das Making-of eines Holocaust-Märchens und ein Panoptikum aufwühlender Fragen über die Macht. Ganesh Versus the Third Reich entsteht direkt vor unseren Augen und verselbstständigt sich. Es erforscht unsere Komplizenschaft bei der Erschaffung und Zerstörung der Welt, die Möglichkeiten des Menschen und seine Hoffnung.“




Blue Mountains - Katoomba

09.03.14 – Am Sonntag fuhren Ludwig und ich mit dem Zug in die Blue Mountains, dem Gebirge ca. 100 km westlich von Sydney Zentrum gelegen. Barbara hatte schon etwas anderes vor und konnte uns deshalb nicht begleiten. Nach zweistündiger Zugfahrt kamen Ludwig und ich im Blue Mountains-Ort Katoomba an. Nach einem 30-minütigen Spaziergang durch den idyllischen Ort mit niedlichen Läden und Vorgärten kamen wir zum ‚Scenic World‘, dem Startpunkt für Wanderungen und Seilbahnen in den Blue Mountains National Park. Wir machten den Scenic World to Three Sisters Loop via Furber Steps, d.h. wir wanderten vom Scenic World in ein Tal und nach ein paar Kilometern bei der Felsenformation Three Sisters ca. 900 Stufen wieder hinauf zum Plateau. Wir hatten traumhaftes Wetter (Sonnenschein bei ca. 20-25°C) und die Aussichten waren phänomenal. Aber was rede (schreibe) ich hier noch weiter, schaut euch einfach die Fotos an...

Blue Mountains - Katoomba


Zeitgenössische Kunst

06.03.14 – Museum of Contemporary Art
Wir machten einen kurzen Abstecher zum Museum of Contemporary Art Australia (dem australischen Museum für zeitgenössische Kunst). Mehr Informationen gibt es im folgenden Fotoalbum...

Museum of Contemporary Art




08.03.14 – White Rabbit Gallery & Carriage Works
Am Wochenende hatten wir Besuch vom Couchsurfer Ludwig, einem Deutschen der in Newcastle (Stadt ca. 160 km nördlich von Sydney) studiert und sich mit uns etwas in Sydney anschauen wollte. Wir gingen zur White Rabbit Gallery (dem chinesischen Museum für zeitgenössische Kunst), welche eine neue Ausstellung zum Thema ‚Reformation‘ zeigte. Die Exponate waren noch beeindruckender als beim letzten Besuch im Januar.
Danach zeigten wir Ludwig noch das Carriage Works, einen Veranstaltungsort für Aufführungen moderner Kunst. Barbara hatte dort schon öfter ehrenamtlich bei Aufführungen geholfen. Weitere Informationen zum White Rabbit und Carriage Works im folgenden Fotoalbum...

White Rabbit & Carriage Works







Mittwoch, 5. März 2014

Im Tal der Blutsauger

02.03.14 – Aufgrund der bisherigen Fotos im Blog könnte der Gedanke aufkommen, dass hier in Sydney immer die Sonne scheint. Das liegt aber daran, dass wir eher gut-Wetter-Touristen sind. Die Wahrheit sieht aber anders aus. Es regnet häufig und manchmal auch tagelang. Laut Statistik kommt über das Jahr in Sydney im Mittel mehr als die doppelte Menge an Niederschlag wie in Berlin herunter. Und irgendwann muss das ja auch mal passieren. Es regnete von Donnerstag bis Samstag mehr oder weniger stark durch. Am Sonntag sagte ein Wetterbericht eine Niederschlagswahrscheinlichkeit von nur 20-30% voraus, weshalb wir uns an eine Wandertour wagten. Wir fuhren mit dem Zug eine Stunde in den Norden und wollten dort den 10 km langen Mount Kuring-Gai track zur Berowra Bahnstation angehen.
Zu Beginn unserer Wandertour regnete es noch nicht und der Pfad schien ganz nett zu sein. Man hatte das Gefühl in einem Regenwald zu sein, überall die lauten und exotischen Geräusche von unbekannten und nicht zu entdeckenden Insekten und Vögeln. Plötzlich schrie Barbara vor Schreck auf, da sie ein Tier an ihrer Hüfte entdeckte, welches sich nicht so schnell entfernen ließ. Als es dann plötzlich auf dem noch betonierten Weg lag, sahen wir, dass es sich um einen Blutegel handelte. Dieser hatte auch sich auch schon etwas an Barbara gelabt, wie eine kleine blutende Stelle erkennen ließ. Wir konnten uns bis dahin noch nicht erklären, wie dieser Egel an Barbaras Hüfte gekommen war und setzten unsere Tour fort.
Es fing an zu tröpfeln und der Weg wurde nun auch zu einem anspruchsvollen Wanderpfad. Plötzlich entdeckten wir etliche Egel an Barbaras langer Jeans und an unseren Schuhen. Sie ließen sich auch nicht so einfach entfernen, da sie sich recht gut mit ihren Saugnäpfen festhalten konnten. Diese landlebenden Egel saugten sich beim Vorbeigehen an den Schuhen fest und bewegten sich recht flink an unseren Beinen hinauf. Wir gingen zunächst weiter, doch je mehr wir uns einem parallel zum Pfad verlaufenden Bach näherten, umso mehr wurden wir von den blutrünstigen Saugern attackiert. Außerdem wurde der Regen stärker, was sich vermutlich noch begünstigend auf das Erscheinen der Egel ausgewirkt haben könnte. Deshalb beschlossen wir umzukehren. Wir rannten quasi den Pfad zurück und trotzdem mussten wir etliche Male anhalten, um die Egel an den Hosenbeinen und den Schuhen zu entfernen.

http://www.treknature.com/gallery/Oceania/Australia/photo11325.htm

Wieder in der ‚Zivilisation‘ angekommen, suchten wir eine Toilette in einem nahegelegen Shoppingcenter auf. Dort kontrollierten wir unsere Hosen und Schuhe nach den Blutsaugern und ich tauschte mein völlig durchweichtes T-Shirt mit einem noch trockenen Pullover. Wir fanden noch etliche Egel, welche ich in die Toilette schmiss, um sie später weiter weg zu spülen. Es dauerte nicht eine Minute, da befand sich der erste Egel schon auf der Klobrille und bewegte sich suchend wie ein Tentakel. Es war wie in einem Horrorfilm: ‚Killeregel greifen an‘. Ich war echt von der Bewegungsgeschwindigkeit dieser landlebenden Egel überrascht. Landlebende Egel soll es wohl nur in Australien und in Asien geben. Diese Egel werden hier ‚Australian bush leech‘ oder ‚Australian land leech‘ genannt und werden von Wanderern gehasst. Zum Abschluss noch ein paar Fotos von unserer abgebrochenen Wandertour.

Fotos Mount Kuring-Gai track

Montag, 3. März 2014

Couchsurfing & Darling Harbour-Feuerwerk

22.02.14 – Über das Wochenende hatten wir einen ‚Couchsurfer‘ bei uns. ‚Couchsurfing‘ ist ein Gastfreundschaftsnetzwerk über das man bei Leuten (meist bis zu 3 Nächte) kostenlos übernachten kann oder Übernachtungsplätze anbieten kann. Ein Dennis aus Baden-Würtemberg blieb 3 Nächte bei uns und hatte sich viel vorgenommen, da er nur 3 Tage in Sydney war, bevor er weiter nach Neuseeland reiste.


Am Samstagabend gingen wir mit ihm zum Darling Harbour, um dort das samstäglich stattfindende Feuerwerk anzuschauen. Es waren sehr viele Leute am Darling Harbour, welche auf das Feuerwerk warteten, sich in den vielen Bars und Restaurants aufhielten, oder die Aufführungen der Straßenkünstler bestaunten.


Halbinsel - Barrenjoey Headland

20.02.14 – Wir machten einen Ausflug zu einer im wahrsten Sinne des Wortes hammermäßigen Halbinsel ca. 50 km nördlich von Sydney. Nach einer 2-stündigen Busfahrt erreichten wir die Ortschaft Palm Beach. Von dort führt ein schmaler Dünenstreifen (auch Tombolo genannt) zum ‚Barrenjoey Headland‘, dem felsigen Ende der Halbinsel auf dem sich ein Leuchtturm befindet. Auf einer Seite des Dünenstreifens erstreckt sich der dem Pazifik zugewandte Strand ‚Palm Beach‘ und auf der anderen Seite befindet sich die geschützte Pittwater-Bucht.



Wir liefen entlang der Strände zum Barrenjoey Head und dann den ‚Smugglers Track‘ (dt. den Weg der Schmuggler) hinauf zum Leuchtturm. Auf dem Barrenjoey Headland musste es vor ein paar Jahren ein Buschfeuer gegeben haben, da wir viele verkohlte Bäume sahen. Auf dem Plateau hatte sich auch der Unterwuchs noch nicht wieder erholt. Der Leuchtturm und seine angrenzenden Gebäude waren wegen Restaurierungsarbeiten leider geschlossen. Wir gingen zu einem Kliff, von dem man einen herrlichen Blick auf den Pazifischen Ozean und Palm Beach hatte. Mehr Informationen dazu gibt es im folgenden Fotoalbum.

Fotos Barrenjoey Headland